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Behandlung von Karies

Der Zahn und Karies

Wenn uns Menschen ein Lächeln schenken, fallen die Zähne als erstes auf. Ob diese gesund und gepflegt oder verfärbt und kaputt sind, kann sich auf die gesamte Wahrnehmung unseres Gegenübers auswirken. Helle, strahlende Zähne werden durch ein perlmuttartiges Schimmern, den Zahnschmelz, verschönert.

Dieser kann allerdings durch verschiedene Zahnerkrankungen, wie beispielsweise Karies, stark beschädigt werden und so schmerzhafte Leiden hervorrufen. Wir Zahnärzte versuchen, diese härteste Substanz unseres Körpers zu schützen und betreiben hohen Aufwand, um im Falle einer Reparatur diesen Naturstoff so gut wie möglich nachzubilden.

Verlauf einer Karies

Alles rund um das Thema Karies

Aber wie entsteht die so gefürchtete Zahnerkrankung Karies? Und was können Sie vorbeugend dagegen tun? Alle Fragen rund um das Thema Karies beantworten wir Ihnen im folgenden Artikel. Hier lesen Sie auch, welche Folgen unbehandelte Karies nach sich zieht und wie die Behandlung bei den DR. HAGER | Zahnärzten in Bietingen und Konstanz aussieht.

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Tiefe Karies

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Dentalhygiene

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Wie entsteht Karies?

Unausgeglichene Ernährung und unzureichende Zahnfleischpflege fördern die Entstehung von Karies. Die Ursache dieser Zahnerkrankung ist ein Säure produzierender Zahnbelag, den man sich wie einen zähen Filz vorstellen kann. In diesem Belag können sich Bakterien ungestört vermehren und auf dem Zahnschmelz ausbreiten. Durch regelmäßige Aufnahme von zuckerhaltiger Nahrung wird die Säureproduktion der Bakterien angeregt und so ein regelrechtes Loch in die gesunde Zahnsubstanz geätzt: die sogenannte Karies. Entfernen Sie nun durch eine Zahnreinigung den Zahnbelag von der Zahnoberfläche,

heilt ein geniales Reparatursystem im Speichel selbständig die durch Säure entstandenen Löcher im Zahn. Dieser Vorgang heisst Remineralisation und kuriert eine entstehende Karies sehr effektiv. Werden allerdings die heilenden Mineralien dauernd weggespült, kann keine Heilung stattfinden. Dies ist auch der Grund für Karies bei Kindern: Durch ständiges Nuckeln an einer Trinkflasche wird die reparierende Mineralschicht ständig fortgespült. Das erklärt, warum sogar das Flaschennuckeln von reinem Wasser Karies bei Kindern entstehen lässt.

Wie erkennt man Karies?

Die Erkennung von Karies hat sich im Laufe der Jahre deutlich verändert: Wurde früher noch mit einer Metallsonde an den verdächtigen Stellen des Zahnes nach erweichten Stellen getastet, verläuft die Kariesuntersuchung mittlerweile schonender und angenehmer für den Patienten. Durch Sicht mit einer guten Beleuchtung,

Durchleuchten des Zahnes mit einer Kaltlichtquelle und vor allem dank geeigneter Spezialröntgenbilder können wir heute Karies erkennen. Dort ist auch ein mit versteckter Karies befallener Zahn noch zu erkennen. Zusätzlich wird vom Zahnarzt auch fluoreszierendes Licht und Einfärbung mit Farbstoffen zur Erkennung von Karies verwendet.

Folgen für die Zähne ohne Kariesbehandlung

Wenn Kariesbakterien über längere Zeit ihr zerstörerisches Werk am Zahn verrichten können, wird diese Karies nicht mehr repariert. Es entstehen echte Löcher im Zahnschmelz, die der Zahnarzt je nach Fall mit verschiedenen Methoden erkennt und die Diagnose stellt. Dann folgt eine Kariesbehandlung, bei der die kariösen Stellen entfernt und der Defekt mit einer Füllung versorgt wird. Aber keine Sorge: Dieser Eingriff geschieht ohne Schmerz, da vorab eine lokale Betäubung gesetzt wird. Nach Entfernen der Bakterien durch Bohren mit speziellen Bohrern kann der Zahnnerv meistgerettet werden.

Sind die Bakterien der Karies am Zahn jedoch lange Zeit ungestört und bleiben unbehandelt, zerstören sie nicht nur den Zahnschmelz, sondern auch die darunterliegenden feinen Strukturen des Dentins, es kommt zu einer tiefen Karies. Dentin befindet sich bei einem Zahn direkt unter der harten Schmelzschicht und ist die letzte Zahnsubstanz vor dem Nerv (zahnärztlich: „Pulpa“). Zudem ist es viel weicher als der Zahnmantel, hat eine poröse Struktur und wird durch Bakterien schnell zersetzt. Karies, die tief in das Dentin reicht, infiziert immer schon unmerklich den Zahnnerv.

Lange bevor ein Schmerz auftritt, muss bereits die Körperabwehr gegen die Eindringlinge im Zahnnerv kämpfen. Erst ein monatelanger Angriff der schädlichen Bakterien ohne rettende zahnärztliche Behandlung führt schließlich zum Absterben des Nervs. Ein Druckgefühl sowie Schmerzen sind nun typische Symptome in diesem fortgeschrittenen Stadium. Umfangreiche, zum Teil dramatische Folgen für die Gesundheit drohen nun und erfordern dringend eine Heilbehandlung durch Ihren Zahnarzt.

Gefürchtet ist die Karies am Zahn vor allem wegen der mit ihr verbundenen Zahnschmerzen. Beim Absterben des Nervs kann es wegen der Infektion dieses Gewebes durch die Bakterien zu starken Entzündungen im Zahn kommen, diese sind dann oft schmerzhaft. Leider haben viele Menschen nach Eintritt von Zahnschmerzen dann erst recht Angst vor dem Zahnarzt und verhindern so das Erkennen und die Eindämmung der Karies und ihrer Folgen. Zu Ihrer Ermutigung: Bei uns werden alle Behandlungen mit einer schonenden und wirksamen Betäubung gemacht, selbst Lachgas steht bereit. Schmerzen können so effektiv vermieden werden.

Zahnpflege

Regelmäßige Mundhygiene kann Karies heilen

Wie beschrieben ist es dem Körper also möglich, oberflächliche Löcher selbstständig auf natürliche Weise zu heilen. Dies kann der Zahnarzt mit Fluorid zusätzlich unterstützend behandeln. Fluorid begünstigt die Reparatur bei entstehender Karies und macht den betroffenen Zahnschmelz resistenter gegen Säure, es entsteht eine harte Zahnsubstanz.

Um Kariesentstehung effektiv zu verhindern, muss erreicht werden, dass auf der Zahnoberfläche kein Bakterienbelag länger als 48 Stunden haftet. Ansonsten würde nämlich ein besonders dichtes Bakteriennetz auf dem Zahn entstehen, der sogenannte Biofilm oder Plaque: Ein regelrechtes arbeitsteiliges Biotop von verschiedensten Bakterien, die sich gegenseitig bei der zerstörenden Arbeit unterstützen und den heilenden Speichel abhalten. Durch regelmäßiges Zähneputzen kann die Entstehung dieses Biofilms und der daraus resultierenden Karies verhindert werden. Wenn nur einmal täglich dieser Plaque durch die Borsten einer Zahnbürste zerrissen wird, kann Kariesentstehung gestoppt werden. 

Dies funktioniert allerdings nur, wenn die Bürsten wirklich alle Zahnflächen erreichen. Die richtigen Hilfsmittel, wie Interdentalbürsten sowie die richtige Putztechnik tragen zu einer erheblichen Verbesserung Ihrer Dentalhygiene bei. Die Dr. Hager Zahnärzte in Konstanz geben Ihnen außerdem Tipps für eine gesunde Mundhygiene.

Unsere Dentalhygienikerinnen werden Sie gerne darüber informieren, wie die schädlichen Säuren im Mund verhindert werden können. Hier bilden die Ernährung und die Auswahl der Nahrung des Patienten einen zentralen Ansatzpunkt. Nahrung, die schnell zu Saccharose umgewandelt wird, sollte man vermeiden. Also eine Ernährung mit vorwiegend Vollkornbrot statt Weißbrot, Mineralwasser statt zuckerhaltigen Getränken und der Verzicht auf Zwischenmahlzeiten hält den Säure-Wert (pH-Wert) neutral. Das Ziel ist eine geregelte Ernährung mit Pausen ohne Nahrungsaufnahme. Auch die regelmäßige professionelle Zahnreinigung hilft, Zahnstein und nicht erreichte Plaque zu entdecken und zu beseitigen. Dazu mehr auf unseren Vorsorgeseiten.

Karies vorbeugen mit der richtigen Dentalhygiene

Beginnende Karies heilt also bei sehr guter Zahnhygiene aus. Bei unseren Dentalhygienesitzungen der Dentalhygiene Dr.Hager zeigen wir Ihnen eine effektive Putztechnik sowie die für Ihre Situation richtigen Putzhilfsmittel, die Sie bei der Verhinderung von Karies am Zahn unterstützen. Wir erklären Ihnen auch gerne, wie Sie bei Ihrer Ernährung gerade den versteckten Zucker vermeiden können, der sich leider in vielen Nahrungsmitteln finden lässt. Wer nun allerdings annimmt, nur Industriezucker würde Karies fördern, irrt sich. Auch andere Zuckersorten und sogar Biozucker fördern die Entstehung von Karies.  

Lediglich die Zuckeraustauschstoffe Sorbit, Xylit, Fructose haben wenig schädigende Wirkung auf den Zahn durch Karies. Doch auch die Vererbung spielt bei der Kariesentstehung eine große Rolle: Wir alle kennen Menschen, die trotz völlig fehlender Zahnpflege und zusätzlich falscher Ernährung dennoch keinen Zahn bis ins hohe Alter durch Karies verlieren. Durch das individuelle Erbgut ist mancher Zahn mit einem härteren Zahnschmelz versehen, was jedoch selten vorkommt. Meistens haben diese Glückspilze jedoch stattdessen Probleme mit ihrem Zahnfleisch und leiden unter Zahnfleischentzündungen oder Parodontitis und verlieren auf diesem Wege so manchen Zahn.

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